Die Malediven galten einst als exklusives Reiseziel, das sich beileibe nicht jeder leisten konnte. Die idyllische Inselgruppe im Pazifik war ein Ort, wo sich die Reichen und Schönen tummelten. Die Globalisierung indes hat die Verhältnisse verändert. Fluggesellschaften sind auf den Plan getreten, die günstige Flüge zu diesem Ferienparadies anbieten, und die renommierten Anbieter so preislich unter Druck setzen. Auch die Touristik auf den Malediven richtet sich demgemäß stärker an den Reisenden aus, die sich keine 5-Sterne-Hotels leisten können, sondern bescheidenere Unterkünfte suchen. Durch diese Entwicklungen ist ein Reiseziel, das für die meisten früher unerschwinglich und weit entfernt war, näher gerückt, da es bezahlbar geworden ist. Die Touristik-Branche auf den Malediven profitiert von dieser Entwicklung, was einen wirtschaftlichen Schub für die gesamte Inselkette bedeutet. Das Erscheinen neuer, billiger Fluglinien ist eine Folge der Globalisierung und dadurch scheint die Welt kleiner geworden zu sein. Was einst fern und unerreichbar war, das ist nun nah und bezahlbar. Für die billigen Reiseanbieter, für die Touristik der Malediven und für die Reisenden bedeutet dies eine klassische Win-Win-Situation. Die Globalisierung trägt hier also positive Früchte, wobei natürlich auch das Phänomen auftauchen könnte, wie es in Spanien schon lange bekannt ist, dass Feriengäste in Feierlaune sämtliche Hemmungen fallen lassen und so zum öffentlichen Ärgernis werden. Doch abgesehen von solchen Eventualitäten hat sich in Folge der Globalisierung die Welt ein Stück weit weiter geöffnet und die Malediven sind nun nicht mehr nur das Reiseziel einer exklusiven Klasse, die unter sich bleibt. Die Globalisierung ermöglicht in diesem Fall vielmehr ein Stück mehr Gleichheit.